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Arbeitskreis III – Die Kommune im Spannungsfeld der Energiewende –

Die Kommune im Spannungsfeld der Energiewende

 

Im Rahmen der Arbeitskreisarbeit wurden auch im Sinne der Abgrenzung zu den anderen AK´s der Fokus auf Themenstellungen mit starkem Bezug zur Kommune (Ehingen) gestellt.

 

Folgende kommunalen Handlungsfelder wurden definiert:

1. Vergleichbare Datenbasis für Gebäude und Flächen schaffen

2. Bebauungspläne weiterentwickeln - Entwicklungspotentiale heben

3. Kommunale Rahmenbedingungen für Versorgungssysteme schaffen

4. Anreizprogramme gestalten - Veränderungswille befördern

5. Selbstbestimmte Energieversorgung der Kommune schaffen und erhalten

6. Vorbildfunktion der Kommune herausheben und leben

7. Beteiligungsformen an kommunalen Projekten definieren

8. Mobilität in Ehingen – nachhaltig und energieeffizient gestalten

 

Handlungsfeld 1:

 

Vergleichbare Datenbasis für Gebäude und Flächen schaffen

• Bestandsaufnahme und Bewertung von Gebäuden und Flächen unter Berücksichtigung energetischer und städtebaulicher Kriterien

• Räumliche Abgrenzung effizienter Energie u/o Wärmenutzungsgebiete Prozess der Zellenbildung

• Vernetzungspotentiale der Zellen ermitteln und berücksichtigen

• Gegenseitige Nutzungsberechtigungen für kommunale und gewerbliche Versorgungsanbieter

 

Handlungsfeld 2:

 

Bebauungspläne weiterentwickeln - Entwicklungspotentiale heben

• Jede Neuausweisung oder Fortschreibung muss unter energetischen und nachhaltigen Kriterien erfolgen.

• Alle Bestandsbebauungspläne sind bis 2020 entsprechend aufzuarbeiten.

• Befreiung der BPL von Entwicklungshemmnissen um zeitgemäße Bedürfnisse zu erlangen

• Quartierbezogene Energieoptimierung am Bsp.: Bestandsgebiete durch Nahwärmenetze aufwerten

• In BPL Flächen für Nahwärmeversorgungseinrichtungen schaffen und vorhalten

• Wohnwert und Lebensqualität in Kernstadt und Teilorten durch Steigerung des energetischen Standards sichern

 

Handlungsfeld 3:

 

Kommunale Rahmenbedingungen für Versorgungssysteme schaffen

• Bereitstellung von Flächen für Versorgungseinheiten

• Konzessionsfreie Nutzung des öffentlichen Verkehrsraum für Versorgungssysteme

• Schaffung eines Versorgungskatasters

• Einbeziehung von Gewerbe und Industrie

 

Handlungsfeld 4:

 

Anreizprogramme gestalten - Veränderungswille befördern

• Anreizprogramme schaffen für Abbruch, Sanierung und Nachverdichtung in Kernstadt und den Ortsteilen

• Schaffung eines regelmäßigen Infopools über Sanierung, Neubau & Förderprogramme

• Einbeziehung der Konzessionsabgabe in die Finanzierung der Programme

  •  Ausschöpfung kommunaler Regelinstrumente wie z.B. Grundsteuererlass, Bauplatzpreis, etc.

• Einbeziehung sozialer Kriterien

 

Handlungsfeld 5:

 

Selbstbestimmte Energieversorgung der Kommune schaffen und erhalten

• Nutzung eigener Ressourcen aller regionalen Energieträger wie Sonne, Wind, Wasser, Geothermie, Biomasse (speziell Holz), etc

• Vermeiden / Verhindern von Versorgungsmonopolen

• Schaffung einer Anbietervielfalt

 

Handlungsfeld 6:

 

Vorbildfunktion der Kommune herausheben und leben

• Vorbildfunktion der Kommune in Beratung, Kommunikation, Informationsmanagement, Transparenz und Beteiligung der Bürger für die Bürger

• Aufbau eines professionelen Gebäudemanagements unter den Kriterien: Bedarfsanalyse und Nutzungsplanung

• Erarbeitung eines Masterplanes zur energetischen Sanierung von ‚Gebäuden unter Kosten – Nutzen Kriterien

• Umsetzung von Energieeinsparpotentialen

• Bereitschaft von anderen zu lernen

• Kommunale Verbräuche, sowie Einsparungen im energetischen Bereich öffentlich darstellen

• Daseinsvorsorge als kommunales Grundprinzip neu diskutieren

 

Handlungsfeld 7:

 

Beteiligungsformen an kommunalen Projekten definieren

• Alle kommunalen energetischen Projekte sollen für Bürgerbeteiligung offen sein

• Beteiligung ist ideell wie auch finanziell möglich. Mitmachen – Engagieren - Investieren

• Private sollen kommunale Projekte nutzen können

• Bereitschaft der Kommune sich an Projekten Dritter (Privat o. Gewerbe) zu beteiligen

• Bürgerbeteiligung fördert regionale Wertschöpfung

• Öffentlichkeit und Transparenz sind Voraussetzung für Bürgerbeteiligung.

• Schaffung eines Mitmach-Klimas

 

Handlungsfeld 8:

 

Mobilität in Ehingen – nachhaltig und energieeffizient gestalten

• ÖPNV innovativ weiterentwickeln (z.B. Bürgerbussysteme); möglichst behindertengerecht in Kernstadt wie auch in Teilorten

• Flexibilisierung des Schultransports bei Kiga & Schule

• E – Mobiltäts Infrastruktur schaffen

• Car2go Potentiale auf Ehingen bewerten

• Internetbasierte Mitfahrzentrale als App schaffen

• barrierefreier Radwegeausbau zwischen Teilorten und Kernstadt

• GV – Ausbau in Radwegsstandart

• Ermittlung der Potentiale von Verkehrsvermeidung soll ein wichtiges Kriterium in der Erarbeitung eines Stadtentwicklungskonzeptes sein

• Unterstützung von Betrieben bei der Umsetzung von BetriebsBusVerkehren

Peter Münch 02.04.2013
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