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Der Ehinger Tafelladen nimmt konkrete Gestalt an.

Claudia Steinhauer vom DRK-Kreisverband Ulm erläuterte bei diesem ersten Termin den etwa 35 erschienenen Interessenten ausführlich, was ein Tafelladen ist. Wichtig ist die Abgrenzung zum regulären Markt. Es werden ausschließlich gespendete Waren verkauft – und zwar höchstens für ein Drittel des regulären Ladenpreises. Das bedeutet naturgemäß eine Einengung des Sortiments. Damit sind die beiden Grundideen des Projekts klar umrissen: 1.) Es sollen möglichst wenig Lebensmittel vernichtet werden. 2.) Bedürftige Personen sollen vollwertige Lebensmittel zu einem Preis erhalten, der nur die Unkosten wenigstens annähernd deckt. Das offizielle Logo der Tafelläden („Essen, wohin es gehört“) unterstreicht diese Absichten.

 

Bei der Warenabholung für den Ehinger Tafelladen wird mit dem Münsinger Tafelladen kooperiert. Die Anpassung der Öffnungszeiten der anderen Tafelläden im Landkreis an die Lieferkapazitäten der Lebensmittelmärkte sowie der zentrale Einsatz des DRK-eigenen Kühlfahrzeugs (samt Fahrer) geben die Öffnungszeiten des Ehinger Tafelladens vor. Er wird jeweils Dienstags und Freitags am späteren Nachmittag vorläufig zwei Stunden geöffnet sein.

 

Wo die Berechtigungsausweise in Ehingen ausgestellt werden, muss noch konkret geklärt werden. Mit einem Zeitkartensystem sollen die Kundenströme so geleitet werden, dass keine Staus entstehen und zudem jeder regelmäßig zu Beginn der Öffnungszeit auswählen kann. Die Einzelheiten des Verfahrens sowie weitere Details der Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung (z.B. Anschubfinanzierung, Müllentsorgung) sind noch abzuklären. Zur Anschubfinanzierung konnte Frau Möller von der Geschäftsstelle der Lokalen Agenda im Rathaus bereits eine grundsätzliche Zusage machen.

 

Ein wichtiger Aspekt für die künftigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wird neben der strikten Einhaltung der lebensmittel- und hygienerechtlichen Bestimmungen die „soziale Kompetenz“ sein. Nach den allgemeinen Grundsätzen, die sich aus der aktiven Mitgliedschaft im Deutschen Roten Kreuz ergeben, sind sie verpflichtet, die Hilfe unabhängig von Rasse, Religion, Stand und Nationalität zu leisten. Das bedeutet, dass eine einmal festgestellte Hilfebedürftigkeit nicht hinterfragt werden darf. Die potentiellen Kunden sind keine Almosenempfänger. Es soll ein Klima geschaffen werden, in dem sich Kunden und Personal gleichermaßen wohl fühlen.

 

Abschließend kündigte Dr. Norbert Balk – Mitglied der Arbeitsgruppe Tafelladen - für den September die Gründung eines gemeinnützigen Fördervereins an. Außer der personellen und organisatorischen Unterstützung bei verschiedenen Aktivitäten soll der Verein mit einem voraussichtlichen Jahresbeitrag von 20 € je Mitglied die laufenden Betriebskosten mit absichern.

 

Die Anwesenden erhielten Rückmeldebögen, auf denen sie zuhause mögliche Sachspenden für die Einrichtung und den laufenden Betrieb des Ladens vermerken können. Auf einem weiteren Blatt wurde abgefragt, mit welchen Fähigkeiten und wann und wie lange man sich in das Projekt einbringen kann. Zum nächsten Treffen interessierter MitarbeiterInnen wurde auf den 21. Juli 2009 in die Ehinger DRK -Zentrale am Mühlweg eingeladen.

WinfriedMoosmann 18.12.2009
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