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Auftaktworkshop zum „Fußverkehrs-Check“

Am Montag, 16. Juli, konnten die Schüler und Eltern Positives, aber auch ihre Sorgen und Ängste bezüglich der Schulwege besprechen. Ehinger Schulleitungen sowie die Fachleute aus Rechts- und Ordnungsamt, Bauamt und dem Amt für Bildung, Jugend und Soziales hörten aufmerksam zu und brachten sich in die Diskussion ein.

Das Projekt Morgenluft möchte Kinder und Eltern davon überzeugen, den Schulweg zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurückzulegen. Die Stadt Ehingen hatte sich mit Morgenluft für den Fußverkehrscheck beworben und wurde gemeinsam mit weiteren sieben Kommunen aus rund 60 Bewerbungen ausgewählt. Ein externes Planungsbüro, die Planersocietät, begleitet die Stadt nun bei Workshops, Begehungen und der Erarbeitung von diversen Maßnahmen.

Alexander Rothenbacher aus der Gruppe Bildung für Nachhaltige Entwicklung der Lokalen Agenda und Initiator des Projekts Morgenluft berichtete von einem äußerst erfreulichen Rücklauf der Fragebogenaktion an den Ehinger Kernstadtschulen zum Schulweg: Von 2.856 ausgegebenen Fragebögen kamen 1.289 zurück, was einer Quote von etwas mehr als 45 Prozent entspricht. Die Auswertung ergab, dass es keinen großen Unterschied bezüglich der Jahreszeiten macht, ob Schülerinnen und Schüler zu Fuß, mit dem Bus oder mit dem Auto zur Schule kommen. Lediglich die Nutzung des Fahrrades nimmt im Winter ab. Die Gründe für Autofahrten werden im weiteren Projektverlauf detaillierter analysiert, jedoch zeichnet sich ab, dass Zeit eine große Rolle spielt. „Wenn wir alle fünf Minuten früher aufständen, würden wir uns viel Stress ersparen und hätten Zeit, uns in der Morgenluft zu bewegen", so Alexander Rothenbacher.

Laut WHO soll sich jeder Erwachsene mindestens fünf Mal pro Woche 30 Minuten bewegen. Kinder benötigen wesentlich mehr Bewegungszeit, um sich gesund entwickeln zu können. Johannes Lensch von der Planersocietät erläuterte die Vorteile des Fußverkehrs in einer Stadt und bat anschließend die Teilnehmenden, auf Stadtplänen die Orte zu kennzeichnen, die als problematisch, aber auch als gelungene Lösungen bewertet werden. Gemeinsam wurde auf die jeweiligen Stellen eingegangen, um die zugrundeliegende Thematik zu identifizieren.

Bei den geplanten Begehungen am 26. September und am 17. Oktober werden Orte ausgewählt, die für die Schulwege in Ehingen exemplarisch sind, z.B.: Kreisverkehre, Zebrastreifen, enge Gehwege und verkehrsberuhigte Zonen.

Das Projekt Morgenluft geht auf jeden Fall weiter, denn die Vorteile des Fußweges zur Schule oder zumindest zur Bushaltestelle sind klar ersichtlich: Bewegung regt das Gehirn an, Kommunikation mit den Mitschülerinnen und Mitschülern baut Aggression ab und fördert das Lernen im Unterricht.

StolzGabriele 02.08.2018
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